Von allgemeiner Fitness bis zur Leistungsspitze

 

Der SSC Koblenz-Karthause ist, was die Leichtathletik betrifft, der führende Verein in Koblenz.

Ziel des SSC ist es, Kindern und Jugendlichen leichtathletische Fertigkeiten zu vermitteln, sie auf Wettkämpfe vorzubereiten und diese dann zu besuchen.

Wir betreiben bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren Grundlagentraining.
Ab dem Alter von 15 Jahren geht es in den Leistungsbereich (Regionale und Überregionale Meisterschaften).

Wir leisten Integrationsarbeit.

In unserer Volleyballabteilung (Mixed-Volleyball) betätigen sich hauptsächlich ältere Mitglieder.
Wollen ältere Sportler Sportabzeichen erwerben, finden sie bei uns ein Zuhause.

 

Herausragende Erfolge:

Celina Leffler

International:

4. Platz U20-WM 2014 (Siebenkampf)

U18-Weltmeisterin 2013 (Siebenkampf)

Teilnehmerin U20-EM 2015 (100m Hürden)

National:

Deutsche Hallenmeisterin 2016 (Fünfkampf)

Deutsche U-20 Meisterin 2015 (100m Hürden)

Deutsche U20-Vizemeisterin 2014 (100m Hürden und Weitsprung)

Deutsche U18-Meisterin 2013 (Staffel/Weitsprung/Siebenkampf)


Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Reinschnuppern zum Kennenlernen und Ausprobieren der verschiedenen Angebote kostet bei uns nichts.


Unter +49 261 42947 können Sie sich auf unserer Geschäftsstelle Ihren persönlichen Wunschtermin reservieren. Oder Sie benutzen unser Kontaktformular, wenn Sie Fragen, Wünsche oder auch Anregungen haben.

Ein kurzer Abriss der Geschichte des SSC Koblenz-Karthause, der nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Gründungsjahr des SSC Koblenz-Karthause war 1975, wobei die Geschichte bereits 2 Jahre früher begonnen hatte. Im Jahr 1973 war der Sohn des Initiators der Vereinsgründung, Hermann Klein, bei einer Feldstudie der EWH (heute Universität) Koblenz, an Koblenzer Grundschulen im leichtathletischen Dreikampf mit einer vorderen Platzierung auffällig geworden. Dies veranlasste Die Familie Klein zusammen mit zwei befreundeten Kindern im Alter von 9 und 10 Jahren ein leichtathletisches Grundlagentraining auf der Bezirkssportanlage Schmitzers Wiese aufzunehmen. Hermann Klein war zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 2 Jahrzehnte der Leichtathletik als Athlet, Vereinsmitbegründer und Trainer stark verbunden. Da die im Training erworbenen Fähigkeiten auch im Wettkampf gezeigt werden konnten, brauchte die private Trainingsgruppe eine Vereinszugehörigkeit. Hier bot sich der VFR Karthause als führender Verein in diesem Stadtteil an. Erste Starts im Jahre 1973 und 1974 mit einer schnell wachsenden Trainingsgruppe unter der Leitung des Ehepaares Hermann und Margret Klein und der Gründung einer Leichtathletikabteilung innerhalb des VFR waren die Folge. Erste Erfolge stellten sich ebenfalls schnell ein, wobei schon 1974 eine Staffel des SSC an den Deutschen Schülermeisterschaften in Saarbrücken teilnehmen konnte. Die Gruppe der Schüler und Jugendlichen welche sich jede Woche mehrfach von der Karthause zu Fuß auf den Sportplatz in Moselweiß hin zum Training und wieder zurück bewegte wurde immer größer, so dass 1975 die Idee von Hermann Klein zur Gründung eines eigenen, reinen Leichtathletikvereins umgesetzt wurde. Hierfür taten sich viele engagierte Eltern zusammen und erfüllten diesen Gedanken mit Leben, so das die erste Saison unter dem Namen SSC Koblenz-Karthause im Jahre 1976 gestartet werden konnte. Der Name SSC Koblenz-Karthause (Schulsportclub …) wurde in Anlehnung an die damals enge Kooperation mit dem Schulzentrum Karthause gewählt. Zu diesem Zeitpunkt waren fast alle Athleten des SSC an einer der drei Schulen auf der Neu-Karthause Schüler und bildeten den Kern vieler erfolgreicher Schulmannschaften bei Jugend trainiert für Olympia.

Mit dem Auftauchen des SSC in der Koblenzer -und auch Rheinischen Leichtathletik wurde eine Wachablösung etablierter Leichtathletikvereine eingeläutet. Der bis dahin führende und auch ausschließlich für Leichtathletik stehende Verein in Koblenz und Umgebung, Rot-Weiß Koblenz wurde relativ schnell in der Schüler- und Jugendleichtathletik überholt. Meistertitel auf regionaler und überregionaler Ebene wurden gesammelt und auch Starts bei Deutschen Leichtathletikmeisterschaften waren an der Tagesordnung. Hauptgründe hierfür waren die Vielzahl von talentierten und motivierten Athleten, von engagierten Trainern, von Vorstandsmitgliedern und vor allen Dingen von interessierten und motivierten Eltern.

Der erste Deutsche Meistertitel für den SSC Koblenz-Karthause gelang dann im Jahre 1982 Andrea Bersch über 200m bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Oldenburg. Die gelaufene Zeit von 23,27sec ist heute noch Rheinland-Pfalzrekord der Klasse W U20. Mit Andrea Bersch im Sprint und Michael Radzey im Hürdensprint stellte der SSC später, wenn auch dann für andere Vereine startend, zwei Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft und Medaillengewinner bei nationalen Meisterschaften. Andrea war zudem auch 1988 Olympiateilnehmerin in Seoul.

Neben der Leistungsleichtathletik wurde auch die sportliche Betätigung im Bereich des Sportabzeichens gepflegt. Hier waren dann eine große Anzahl der Eltern sportlich tätig und erwarben jedes Jahr im Rahmen des Trainings der „Trimmgruppe“ das Deutsche Sportabzeichen in den verschiedenen Klassen. Hierbei zeigten die Übungsleiter und Organisatoren Christian Radzey, Friedrich Mauhs und Norbert Wallner ein besonders Geschick eine Vielzahl von ambitionierten Eltern für ein regelmäßiges sportliches Training zu begeistern.

Anfang der 1980-er Jahre wurde dann eine Volleyballabteilung im SSC integriert, die sich in den Mixed-Ligen des Volleyballverbandes Rheinland mit sehr guten Leistungen hervortaten und von Hendrik Weise richtungsweisend in diese Position gebracht wurde.

 

Ende der 1980-erJahre wurde der SSC dann Mitglied in der LG Koblenz Rhens. Der Grundgedanke für die Gründung dieser Leichtathletikstartgemeinschaft war die Stärkung der Koblenzer Leichtathletik. In dieser LG taten sich der SSC Koblenz-Karthause, die CTG Koblenz und die TUS Rhens zusammen. Vereinsübergreifend sollten hier disziplinorientierte Leistungsgruppen unter ebenfalls blockspezifisch ausgewählten Trainern leistungsorientiert trainieren und starten.  Der Gedanke war gut, die Umsetzung aber amateurhaft, so dass der SSC dann wieder im Jahre 1993 als eigenständiger Verein in die Leistungsleichtathletik einstieg. Damit war der organisatorische Grundstein für die alte „Stärke“ des SSC Koblenz-Karthause gelegt. Die 1990-er Jahre waren dann wieder sehr erfolgreich, wobei der SSC immer einen großen Wert auf eine durchgängige gute Trainingsarbeit in allen Altersgruppen und in fast allen Disziplinen der Leichtathletik legte. So wurden in jedem Jahr dutzende Meistertitel auf allen Ebenen durch die zahlreichen Sportlerinnen und Sportler erreicht. Einen erneuten Umbruch im Verein gab es dann im Jahr 1999, als der Vereinsmitbegründer, Trainer und Vereinsvorsitzende Hermann Klein plötzlich verstarb und ein organisatorisches Vakuum entstand. Aber auch in dieser Situation zeigte sich, dass die „SSC-Familie“ zusammenhält und in den eigenen Reihen für Nachfolge gesorgt wurde. Die Anzahl der jugendlichen Leistungssportler reduzierte sich zwar, da im Trainingsalltag ein bestimmender Faktor fehlte, es wurde jedoch weiterhin auf hohem Niveau weitertrainiert.

Im neuen Jahrtausend konnte der Verein dann eine konstante Trainings-und Wettkampforganisation etablieren, die auch mit wechselnden Trainern und Trainerinnen die Kinder und Jugendlichen für die Leichtathletik begeistern konnten. Sportliche Erfolge waren auch hier gegeben, wobei der SSC in den Statistiken, als alleinstehender LA-Verein, immer mehr von Leichtathletikstartgemeinschaften eingeholt, bzw. überholt wurde. In dieser Zeit wurden gerade im Schülerbereich und jüngeren Jugendbereich einige Talente ausgebildet, welche später im eigenen und in nachfolgenden Vereinen große Leistungen realisieren konnten. Stellvertretend stehen hier Celina Leffler und Varg Königsmark, die am Ende dieser Dekade bei unseren Schüler- und Jugendtrainern Jürgen Langenbach, Hendrik Weise, Manfred Jürgenliemk und Sven Ackermann trainierten. Für beide wurden hier die Grundlagen geschaffen, die in ihrer späteren und im Fall von Celina bis heute andauernden Karriere, die Basis für höchste internationale Titelehren bildeten.

In der neuen Dekade ab 2010, in welcher der SSC Koblenz-Karthause im Jahre 2015 auch sein 40-jähriges Bestehen feiern konnte, sollten dann die sportlichen Erfolge, denen aus früheren Jahren in nichts nachstehen. Durch die konstant gute Arbeit der wenigen aber hochmotivierten und erfahrenen Trainer und Funktionäre wurden die Trainings- und Wettkampfgruppen teilweise neu organisiert und optimal betreut. Hierbei ist auch ein Wandel der Zusammensetzung der Trainingsgruppen und damit eine allgemeine Tendenz in der Leichtathletik zu beobachten. Die Leichtathletik wird mehr und mehr zur Sportart von weiblichen Athleten. Betrachtet man heute die Trainingsgruppen so muss man mit „der Lupe“ suchen, um einen männlichen Sportler zu entdecken. Diese, im ersten Moment, eventuell als „seltsam“ erscheinende Tatsache birgt aber das Potential für eine erfolgreiche Etablierung der Sportart Leichtathletik im mittlerweile großen Pool der Sportarten, welche sich um Mitglieder oder sportliche Talente bemühen.

Daher ist es also nicht verwunderlich, dass die Erfolge immer mehr und heute fast ausschließlich von Athletinnen erzielt werden. Der SSC hat im Laufe der zurückliegenden 7-8 Jahre mehr internationale Medaillen, Internationale und nationale Platzierungen, Rheinland- und Rheinland-Pfalzmeister erreicht, als jeder andere Verein im Rheinland. Stellvertretend sind hier Celina Leffler, Viktoria Müller, Theresa Pötz, Johanna Franz zu nennen. Ihnen gelang das Kunststück im Jahre 2013 den Titel des Deutschen Meisters in der 4x100m Staffel der U18, in der noch heute gültigen Rheinland-Pfalz-Rekordzeit von 47,30 sec, zu erreichen. Hierbei legen wir auf den Begriff „Verein“ einen großen Wert. Denn den einzelnen Verein gibt es kaum noch. Startgemeinschaften, gerade bei Staffeln und Mannschaften sind an der Tagesordnung. Der SSC ist in seiner Struktur so breit aufgestellt, dass wir eigene und teilweise sehr erfolgreiche Staffeln und Mannschaften stellen konnten. Im Laufe der Jahre kamen auch Talente aus anderen Vereinen zum SSC, da wir dafür bekannt sind, ein qualitativ hochwertiges und motivierendes Training, dauerhaft, zu bieten. Das ist es was auch nach über 40 Jahren Vereinsbestehen den SSC ausmacht. Tradition und innovatives Sportangebot, zusammen mit einer allgemeinen Organisationsstruktur bei der auch gerne Eltern mit ins Boot genommen werden, die sich für den Verein und damit auch für ihre Kinder engagieren möchten, sind nach wie vor die Stärken unsres Vereins.

Gez. Holger Klein

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